Neben dem Training der Selbstverteidigung spielten schon immer Gesundheitslehre, Fitness und die geistige Einstellung eine Rolle. So unterrichteten viele Lehrer in den Dörfern für ihren Lebensunterhalt und trugen sowohl zum Selbstschutz des Ortes und seiner Bewohner als auch zur Aktiverhaltung während der bewegungsarmen Wintermonate bei. Im Lauf der Jahrhunderte entwickelten sich verschiedene Stile, die nach Familienclans, Regionen oder Bewegungsformen unterschieden werden.
Ziel des Kung-Fu-Trainings ist zunächst der Ausbau von Kraft, Ausdauer
und Geschwindigkeit auf der Basis der menschlichen
Bewegungsmöglichkeiten und der individuellen Anlagen. Das Erlernen
längerer Angriffs- und Abwehr-Bewegungsabläufe ohne Gegner (daher die
alte Bezeichnung Schattenboxen) schult durch die Geschwindigkeit und
Wiederholungen die Reflexe; daneben ist es wichtig, die Übungen auch
als Partnerübungen (mit Blick auf die Anwendung) auszuführen.
Die für europäische Ohren teilweise blumig klingenden Namen der Übungen
sind aus dem Alltag entlehnt ("Die schöne Frau schaut in den Spiegel")
oder aus Beobachtungen im Tierreich abgeleitet ("Der weiße Kranich
öffnet seine Schwingen"). Sie haben die Funktion, die teilweise
komplexen Bewegungsabläufe nicht nur im Kleinhirn sondern auch verbal
im Großhirn zu verankern.
Wie bei anderen Sportarten oder beim Erlernen eines Instruments gilt
für die (möglichst) tägliche Praxis: Die Übung macht den Meister. Nach
dem Erlernen der waffenlosen Techniken, Solo- und Partnerformen folgen
meist Waffenformen (Stock, Säbel, Speer, ...) und schließlich als
Abschluss (je nach Übungsaufwand nach ca. 3-4 Jahren) das Entwickeln
einer eigenen, anwendbaren Form.
Am Samstag, den 11.09.2010, ab 16:00 Uhr laden wir alle Schüler + Eltern + Freund(in) ein zum Grillen.