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Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst, dessen Ursprung sich bis auf das Jahr 37 v. Chr. zurückverfolgen lässt, hundertprozentig lässt sich das heute aber nicht mehr mit Sicherheit beweisen.

Die im Jahre 1935 in königlichen Gräbern aus der Kogury-Dynastie gefundenen Deckengemälde stellen Personen da, welche u. a. einen Ringkampf praktizieren, sich aber auch in einer Taekwondo typischen Stellung gegenüber stehen. Glaubt man den Historikern, sind das die ersten belegten Beweise für eine ursprüngliche Form des Taekwondo.

Bedeutung
Taekwondo (auch unter der Bezeichnung Tae-Kwon-Do oder Taekwon-Do zu finden) ist ein Koreanischer Kampfsport, dessen Grundlage die unbewaffnete Selbstverteidigung bildet. Frei Übersetzt bedeutet Taekwondo „Kunst des Fuß- und Handkampfes“.

Übersetzung
Die wörtliche Übersetzung aus dem koreanischen lautet:
Tae: stoßen, springen oder mit dem Fuß treten (Stellvertretend für alle Fuß- und Beintechniken)
Kwon: Faust bzw. mit der Hand oder Faust schlagen (Steht für alle Hand- und Armtechniken)
Do: Der Weg zur geistigen Reife, die Lehre, die Methode (Steht für den Mentalen und Charakterlichen Aspekt)

Auch wenn Taekwondo für den ungeübten Beobachter anderen Kampfsportarten stark ähnelt, unterscheidet sich Taekwondo doch erheblich von diesen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Taekwondo Trainings ist der stark ausgeprägte Formenlauf (auch Schattenkampf genannt), in dem insbesondere Stellungen, Bewegungsabläufe und Präzision beim Kampf gegen imaginäre Gegner trainiert werden.

Einen besonderen Stellenwert nimmt auch die Ausrichtung als Wettkampfsportart ein. Nach einer Entwicklung von über 2000 Jahren (ausgehend von den historischen Funden der aus der 37 v. Chr. stammenden Koguryo Dynastie) hat sich Taekwondo in der heutigen Zeit mittlerweile als olympische Sportart etabliert und ist seit 2000 ein fester Bestandteil der olympischen Spiele.

Taekwondo als moderner Sport unterteilt sich heute in die einzelnen Disziplinen:
Formenlauf (Tul, Hyong, Taeguk/Poomse): festgelegte Techniken werden in vorgegebener Reihenfolge durchgeführt.

Selbstverteidigung (Hosinsul): Selbstverteidigung gegen einen/mehrere unbewaffnete oder bewaffnete Gegner.

Einschrittkampf (Hanbon Kirugi): Ein Schaukampf mit festgelegter Technikenreihenfolge gegen einen Gegner

Bruchtest (Kyeog-pa): Zerstören von Holzbrettern, Ziegeln oder sonstigen Materialien mittels Taekwondo-Techniken.

Freikampf (Taeryon, Matsoki oder Kyo-ru-gi): abgesprochener oder freier Kampf in verschiedenen Kombinationen.

Wettkampf (Chayu Matsoki): Teil- oder Vollkontaktkampf gegen einen Gegner.

Grundschule (Kibon Yonsup)

Gymnastik (Dosoo Dallyon) und

Theorie (Ilon) sollten aber auch ständige Trainingsbestandteile sein.

Bei der Ausübung von Taekwondo werden alle Muskeln und Gelenke bewegt, Beweglichkeit , Sprungkraft und Schnelligkeit gefördert und besonders auch die Kondition gefördert. Aber das Taekwondo Training vermittelt nicht nur physische Kraft und Beweglichkeit sondern auch die Einsicht zum disziplinierten Denken.
Diese Eigenschaften zusammengenommenen fördern das Selbstvertrauen und die Gelassenheit. Selbstvertrauen ist die Grundlage für Bescheidenheit und Toleranz, zwei wichtige Ziele im Taekwondo.

General Choi Hong Hi, der Begründer des modernen Taekwondos, hat die zu erreichenden Ziele eines Taekwondoins (so werden Taekwondo ausübende auch genannt) in den 5 Grundsätzen des Taekwondo zusammengefaßt die folgendermaßen lauten:

Ye-yi – die Höflichkeit
Yeom-ci – die Integrität
In-nae – das Durchhaltevermögen, die Geduld
Geug-gi – die Selbstdisziplin
Beakjul-bool-gul – die Unbezwingbarkeit

Weitere Grundsätze sind:
Hul-yong-ham – die Fairness
Jung-shin-soo-yang – die moralische, ethische Einstellung und Bildung im Taekwondo
Gyeom-son – die Menschlichkeit
Chung-shin-t´ong-il – die Konzentrationsfähigkeit

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